Kapelle in Rausch

Der westlich von Herrsching gelegene Weiler Rausch wird erstmals 1131/32 erwähnt, als der Edle Otwin zusammen mit dem Drittel der Martinskirche in Herrsching ein Gut in Rubes an das Kloster Wessobrunn übergibt.

Die kleine Kapelle, die laut Kataster-Eintrag den beiden Höfen „beim Schreiber“ und „beim Bauern“ gehörte, wurde 1833 erbaut und feierlich eigeweiht. Sie er­setzte die alte Kapelle, die 1826 abgebrochen worden war (siehe Datum am Chor­bogen).

Aus dem ursprünglichen Bau wurden die 1743 in München gegossene Glocke im Dachreitertürmchen sowie die Teile der Innenausstattung übernommen. Das ba­rocke Altarblatt des Choraltars mit der Vermählung Mariens, das von den gefaßten Holzskulpturen der hl. Leonhard (links) und Johannes Evangelist (rechts) flankiert wird, soll aus dem Kloster Wessobrunn stammen. Die Figur des an die Geißelsäule ge­ketteten Christus (2. Hälfte 18. Jh.) folgt dem Typus des Gnadenbildes ,,wies­herrle“ aus der Wieskirche bei Steingaden.